Der Kölnische Kunstverein erhält den ADKV-ART COLOGNE Preis


Eingabedatum: 15.04.2010


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Die Auszeichnung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE geht in diesem Jahr an den Kölnischen Kunstverein, der damit für seine Ausstellungspraxis und Vermittlungstätigkeit gewürdigt wird. Der Kölnische Kunstverein gehört zu den ältesten Kunstvereinen in Deutschland und zeigt Medienkunst, Performances, Konzerte und Filme gleichberechtigt nebeneinander.
Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert

In der Jury-Begründung heißt es: "Der Kölnische Kunstverein versteht es, kunsthistorische Traditionslinien aus heutiger Perspektive konzeptuell und performativ weiterzudenken und künstlerische Produktionsprozesse für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Zudem verfolgt das Team einen offensiven und transdisziplinären Austausch zwischen den verschiedenen Künsten und wissenschaftlichen Disziplinen", so Dr. Nike Bätzner, Kuratorin und Professorin Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle.

Lobende Erwähnung außerdem für den Bielefelder Kunstverein.

Die Preisverleihung findet am Samstag, 24. April 2010, um 16 Uhr im OPEN SPACE der ART COLOGNE statt.

kunstvereine.de


ch








Weiteres zum Thema: Kölnischer Kunstverein



Central Kunstpreis 2003 - Florian Pumhösl im Kölnischen Kunstverein (11.10.-14.12.03)


Pressemitteilung / Auszug: "Zum vierten Mal vergibt die CENTRAL Krankenversicherungs AG, Köln in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein den CENTRAL-Kunstpeis. Nach Rikrit Tiravanija (1996), Douglas Gordon (1998) und Ernesto Neto (2000) ist Florian Pumhösl CENTRAL-Kunstpreisträger 2003. Er wurde von einer internationalen Jury, bestehend aus Philipp Kaiser, Hedwig Saxenhuber und Adam Szymzsyk nominiert.

Die Analyse von Modernisierungsprozessen und ihre Visualisierungen sind wichtige Motive der künstlerischen Arbeit des 1971 in Wien geborenen Florian Pumhösl. Er beschäftigt sich mit historischen Momenten, in denen
sich ästhetische und politische Konzepte zeigen. Die Ausstellung von Florian Pumhösl im Kölnischen Kunstverein versammelt Arbeiten aus einem Jahr. In einer thematisch ineinandergreifenden Raumfolge, die sich über vier Abschnitte erstreckt, zeigt Pumhösl filmische Studien, Fotografien und Fotogramme. In diesen Arbeiten werden Motive und Ideen aus den Anfangsstadien abstrakter und dokumentarischer Bildproduktion wieder aufgenommen. Die zeitliche Distanz ermöglicht es, sie aus einer konzeptuellen Perspektive heraus neu zu betrachten."

Ausstellungsdauer: 11.10.-14.12.03

Kölnischer Kunstverein | Hahnenstraße 6 | 50667 Köln | Tel: +49-221-8697647
koelnischerkunstverein.de


Trisha Donnelly erhält den CENTRAL-Kunstpreis


Trisha Donnelly - "Zum fünften Mal vergibt die CENTRAL Krankenversicherung AG Köln in Zusammenarbeit mit dem Kölnischen Kunstverein den CENTRAL-Kunstpreis für internationale Künstler. Durch die Preisträger Rirkrit Tiravanija (1996), Douglas Gordon (1998), Ernesto Neto (2000) und Florian Pumhösl (2002) hat der CENTRAL Kunstpreis ein großes Ansehen innerhalb der bildenden Kunstszene gewonnen, das mit der Nominierung von Trisha Donnelly seine Fortsetzung findet. Trisha Donnelly wurde von einer internationalen Jury, bestehend aus Chen Y. Chaos, Chefkuratorin am Millenium Art Museum in Peking, Hans Ulrich Obrist, Kurator am Musée d´Art Modèrne de la Ville de Paris, und Beatix Ruf, Direktorin der Kunsthalle Zürich, nominiert. Mit dem Förderpreis in einer Höhe von Euro 75.000,- setzt die CENTRAL Krankenversicherung AG ein deutliches Zeichen, neben ihrer Sammlung von zeitgenössischer Kunst auch die jüngsten Tendenzen in der zeitgenössischen bildenden Kunst wahrzunehmen und durch eine aktive Unterstützung mit fortzuschreiben. Der CENTRAL-Kunstpreis ermöglicht der Preisträgerin einen halbjährigen Aufenthalt in Köln und die Realisierung eines neuen künstlerischen Projektes, das im Sommer 2005 in einer Ausstellung im Kölnischen Kunstverein gezeigt wird.

In Trisha Donnellys Arbeiten spielt das Ephemere, Beiläufige häufig eine besondere Rolle. Für ihre Arbeit Rio von 1999 etwa bildet ein Sonnenuntergang die Grundlage. Bei dieser Videoarbeit steht Trisha Donnelly im Profil zur Kamera, hinter ihr weckt eine farbige Lampe das Gefühl eines künstlich inszenierten Home-made-Sonnenuntergangs. Es ertönt ein Song, der geschrieben wurde, um einem Blinden einen Sonnenuntergang zu schildern. Zum Klang dieses Liedes mit seinen Latino-Rhythmen beginnt Trisha Donnelly scheinbar damit, den Text des Liedes in Gebärdensprache zu übersetzen. Man könnte meinen, sie vermittle damit einem imaginären Taub-Stummen, der den künstlichen Sonnen-Untergang zwar zu sehen vermag, das Lied jedoch nicht hören kann, die Atmosphäre der Musik. Doch statt den Text des Liedes Wort-für-Wort wiederzugeben, gibt sie eine genaue Wegbeschreibung, um zu einem idyllischen Ort in den Bergen von Rio de Janeiro zu gelangen. Für den normalen Betrachter – der Gebärdensprache nicht mächtig – versteckt sie diese Botschaft, doch werden wir gefangen genommen davon, wie sich das Licht, die Musik und Trisha Donnellys Gesten zu einer Art mystischem Tanz verweben, der sich von einem ruhigen und gleichzeitig eindringlichen Ausdruck nährt.

Daneben wirken andere ihrer Arbeiten unheimlich, nahezu bedrohlich. In Night is Coming (warning), von 2002, kündigt der immer wieder vor weißem Hintergrund aufflimmernde Satz "Night is Coming“ eigentlich lediglich den Einbruch der Nacht an und erinnert uns daran, wie die Zeit vergeht. Die stetige, flackerhafte Wiederholung weckt jedoch unweigerlich die Imaginationskraft des Betrachters. Sie stellt uns die Frage: „Fürchten wir die Nacht oder heißen wir sie willkommen?" Schließlich kann sich die Wahrnehmung bis zu dem Eindruck einer unheilvollen Verheißung steigern.

Es sind diese konzentrierten und streng fokussierten Momente, die Trisha Donnellys Arbeiten, egal ob Installation, Performance, Video oder Zeichnung eine ihnen innenwohnende und einzigartige Kraft verleihen. Sie schweben zwischen Realität und Fiktion, hinterfragen unsere Wahrnehmung und spielen mit unserer eigenen Imagination. Momente, die aus der Reduktion heraus und einer enormen Präsenz der Akteurin selbst, eine eigentümliche Stärke ziehen.

Trisha Donnelly wurde 1974 in San Francisco geboren. Sie lebt und arbeitet in Los Angeles.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl): "54th Carnegie International", Carnegie Museum of Art, Pittsburgh (2004); "Utopia Station", 50. Biennale von Venedig (2003); "Junge Szene", Secession Wien (2003); "It happened tomorrow", Biennale de Lyon (2003); "Moving Pictures", Solomon R. Guggenheim Museum, New York / Bilbao (2002);…" (Quelle: Presse Kölnischer Kunstverein)

Die Preisverleihung findet 2005 anlässlich der Ausstellung im Kölnischen Kunstverein statt. Den genauen Termin geben wir an dieser Stelle noch bekannt.
  • Central Kunstpreis 2003 - Florian Pumhösl im Kölnischen Kunstverein (11.10.-14.12.03)

  • Cezary Bodzianowski - Kölnischer Kunstverein (18.2.- 1.5.2005)

  • Europäische Kunsthalle Köln (16.3.2005)

  • KunstFilmBiennale, Köln (19.10.05-24.10.05)

  • Central-Kunstpreis 2008 an Mark Leckey vergeben

  • ELEGANCE - Kölnischer Kunstverein (3.11.-23.12.07)

  • Mark Leckey "Resident" - Kölnischer Kunstverein (17.4.-8.6.08)

  • documenta 13

  • Seth Price - Kölnischer Kunstverein (15.11.08 - 4.1.09)

  • "Everything, then, passes between us" - Kölnischer Kunstverein (27.6.–23.8.09 )

  • Alexandra Bircken. Blondie - Kölnischer Kunstverein

  • Klara Liden erhält den Kunstpreis blauorange 2010

  • VERBOTENE LIEBE. Kunst im Sog von Fernsehen - Kunstverein Medienturm, Graz + Kölnischer Kunstverein

  • Klara Liden. Preisträgerausstellung blauorange 2010 - Kunstverein Bonn

  • Chto Delat? Perestroika. Twenty Years After: 2011-1991

  • Badischer Kunstverein erhält ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine 2012

  • Janice Kerbel, Hilary Lloyd, Silke Otto-Knapp

  • Thea Djordjadze. november

  • Stefan Müller. Allerliebste Tante Polly

  • Buchliste zu aktuellen Ausstellungen

  • Einige Ausstellung enden zum 30.06.2013

  • Simon Denny - The Personal Effects of Kim Dotcom

  • Pietro Roccasalva

  • Nominierungen für den diesjährigen Preis für Kunstvereine

  • Bielefelder Kunstverein erhält den ADKV-ART COLOGNE

  • Uri Aran

  • Jahresgaben der Kunstvereine

  • Annette Kelm - Dust

  • Kerstin Cmelka

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  • Stephen Prina - Galesburg, Illinois

  • Ceal Floyer

  • Ausgewählte Kunstvereine und ihre Jahresgaben

  • Uri Aran - Mice

  • ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine 2016

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