Goodbye Privacy - Ars Electronica, Linz (5.9.-11.9.07)


Eingabedatum: 10.08.2007

Goodbye Privacy - Ars Electronica, Linz (5.9.-11.9.07)

bilder

"Ganz Linz - ein Gruppenfoto von oben"

Die diesjährige Ars Electronica evaluiert vor allem eines: das Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit. Nicht Kunst im öffentlichen Raum, sondern Kunst als öffentlicher Raum soll deshalb von 5. bis 11. September inszeniert werden. Was liegt da näher, als die LinzerInnen zum "Gruppenfoto" nach draußen zu bitten und auf diese Weise eins zu zeigen: GOODBYE PRIVACY!

Wenngleich die 2006 verordnete Videoüberwachung der Linzer Altstadt heftige Diskussionen hervorrief, sind wir uns anderer, sehr viel älterer „Beobachter“ wenig bis gar nicht bewusst. Hollywood und seinen oscarreifen Spionageflügen sei Dank, ist uns orthographische Fotographie ein Begriff. Dass aber die oberösterreichische Landeshauptstadt und wir selbst immer hochauflösender abgelichtet werden, ist erst mit Google Earth wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der durchschlagende Erfolg dieses globalen Sightseeings hat zwischenzeitlich auch die Konkurrenz wachgerüttelt und auf die lukrative Marktnische der "Beobachtung von oben" aufmerksam gemacht. Sicherheitsinteressen werden dabei von Marktinteressen abgelöst, ja geraten in Konflikt miteinander. Jede/r beobachtet jede/n, (wir) alle zusammen bilden die größte Realty-Show aller Zeiten.

Bitte lächeln, Sie werden gefilmt!

Wenn Ars Electronica am Samstag, 8. September 2007, zum "Gruppenfoto" bittet, dann um die Stadt und ihre BürgerInnen so fotogen wie möglich in Szene zu setzen. Die Beobachteten werden dabei zu Darstellern und führen damit den Prozess des Beobachtet-Werdens ad absurdum. Mit dem Hinweis "Bitte lächeln, Sie werden gefilmt!" ist jede/r aufgerufen nach draußen zu gehen und ihre/seine Botschaft gen Himmel zu senden - per Transparent oder Menschenkette, dem "kreativ" gemähten Gartenrasen oder Kunstwerk.

1 Bildpixel = "8 Quadratzentimeter Linz"

In 1140 Metern Höhe wird ein speziell konstruiertes Kleinflugzeug über Linz kreisen und das gesamte Stadtgebiet lückenlos ablichten. Insgesamt 4424 Fotos werden im Verlauf dieses rund viereinhalbstündigen Überflugs geschossen. Ihre Auflösung lässt so gut wie nichts im Dunkel: Jedes einzelne Bildpixel bildet "8 Quadratzentimeter Linz" ab.

Gruppenfoto im Ars Electronica Center zu sehen

Schon wenige Tage später wird das "Linzer Gruppenfoto" im Ars Electronica Center zu sehen sein. Jede/r kann sich hier selbst ein Bild davon machen, wie gut sie/er darauf getroffen ist. Das vor Ort ausgedruckte Belegexemplar kann dann auch gleich nach Hause mitgenommen werden. (Presse / Ars Electronica)


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