12. Triennale Fellbach Kleinplastik 2013


Eingabedatum: 12.07.2011

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Nach der Triennale ist vor der Triennale: bereits ein Jahr nach Eröffnung der erfolg-reichen 11. Kleinplastik-Triennale Fellbach 2010 wurden jetzt die Kuratoren für die nächste, die 12. Triennale 2013, berufen. Die international bedeutende und beachtete Schau für zeitgenössische Skulptur im kleineren Format wird die Handschrift von Yilmaz Dziewior und Angelika Nollert tragen. Damit wird erstmals in der langen Geschichte der Ausstellung eine Doppelspitze für Konzeption und Künstlerauswahl verantwortlich zeichnen. Dies teilte das Kulturamt der Stadt Fellbach mit.

Beide Kuratoren leiten wichtige Podien für Gegenwartskunst im deutschsprachigen Raum. Yilmaz Dziewior ist seit 2009 Direktor des Kunsthauses Bregenz, das dank der von Peter Zumthor entworfenen einzigartigen Gestalt und einer Reihe profilierter Ausstellungen im internationalen Kunstgeschehen eine herausgehobene Rolle spielt.
Angelika Nollert ist seit 2007 Direktorin des Neuen Museums. Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg. Auch dieses Haus gehört aufgrund seiner von Volker Staab ent-wickelten Architektur und erfindungsreichen Ausstellungsformaten an den Schnittstellen zwischen Kunst und Design zu den beachteten neueren Häusern für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.

Yilmaz Dziewior wurde 1964 in Bonn geboren, studierte in London und Bonn Kunstgeschichte und promovierte an der Berliner Humboldt-Universität über den Architekten Mies van der Rohe. Nach einer Kuratorentätigkeit am Museum Ludwig Köln leitete er von 2001 bis 2008 den Kunstverein Hamburg und hatte zudem eine Professur für Kunstgeschichte an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg inne.

Angelika Nollert, 1966 in Duisburg geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Germanistik an den Universitäten Würzburg und Münster. Nach ihrer Promotion war sie im Team von Kasper König für „Skulptur Projekte Münster“ 1997 tätig und übernahm im gleichen Jahr die wissenschaftliche Leitung des Portikus – der Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst in Frankfurt a. M. 2001/2002 war sie Projektleiterin der documenta 11 in Kassel, anschließend arbeitete sie bis 2007 als Projektleiterin für Bildende Kunst beim Siemens Arts Program in München, bis sie nach Nürnberg berufen wurde. Sie ist u. a. Mitglied im Beirat Bildende Kunst des Goethe-Instituts.

Die beiden Kuratoren verbindet ein Interesse an interdisziplinären Zusammenhängen, an der Kontextbezogenheit von Kunst und kulturellen Identitäten. Eines der von ihnen gemeinsam realisierten Projekte war die Ausstellung EV+A (Exhibition of visual art) im irischen Limerick, die sie unter das beziehungsreiche Thema „Reading the city“ stellten.

Der Dialog zweier dezidiert an interdisziplinären Fragestellungen interessierten und international vernetzten Kuratoren lässt eine spannende 12. Ausgabe der traditionsreichen und innovationsfreudigen Triennale Kleinplastik in Fellbach erwarten.

Die Triennale Fellbach Kleinplastik wurde 1980 als Forum für zeitgenössische Skulptur gegründet und findet seither alle drei Jahre statt. Im Jahr 2001 hat sie mit der Alten Kelter einen unverwechselbaren Ausstellungsort bezogen. Er bietet eine Fläche von 3000 qm unter einem riesigen Dachstuhl aus Holz.

Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Während für die Triennale 1-7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Bisherige Kuratoren waren u. a. Manfred Schneckenburger (1986), Christoph Brockhaus, damals Direktor des Wilhelm-Lehmbruck-Museums Duisburg (1989 und 1992), Loránd Hegy (1995), Thomas Deecke, damals Leiter des Neuen Museums Weserburg (2001), Jean-Christophe Ammann (2004), Matthias Winzen (2007) und zuletzt Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart.

Abbildung: Copyright Yilmaz Dziewior / Triennale Fellbach

Stadt Fellbach - Kulturamt
Marktplatz 1
70734 Fellbach
Tel.: 0711/5851-434
triennale.de

Medienmitteilung
  • Europäische Kunsthalle Köln (16.3.2005)

  • 825.000 Euro für zeitgenössische bildende Kunst

  • Danh Vo ist Preisträger des Kunstpreises blauorange (11.7.07)

  • Personalien: Yilmaz Dziewior - neuer Direktor im Kunsthaus Bregenz de/en

  • VALIE EXPORT

  • Yvonne Rainer. Space, Body, Language

  • Hector-Kunstpreis & Hector-Förderpreis 2012

  • Performance Künstlerin Andrea Fraser erhält Wolfgang-Hahn-Preis 2013

  • NUR HIER. Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland.

  • Barbara Kruger

  • Pascale Marthine Tayou I love you!

  • Yilmaz Dziewior kuratiert den österreichischen Pavillon

  • Richard Prince

  • Heimo Zobernig im Österreichischen Pavillon 2015

  • Jeff Wall

  • Wolfgang-Hahn-Preis

  • Rosemarie Trockel

  • Michael Krebber / R. H. Quaytman

  • Joan Mitchell

  • Banu Cennetoğlu

  • Huang Yong Ping erhält den Wolfgang Hahn-Preis 2016

  • FLUIDITY

  • 13. Triennale Kleinplastik Fellbach 2016

  • Anna-Sophie Berger - Places to fight and to make up

  • HIER UND JETZT im Museum Ludwig: Hausbesuch

  • Zurich Art Prize 2017 geht an Marguerite Humeau

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  • Hiscox Kunstpreis 2017

  • James Rosenquist. Eintauchen ins Bild

  • Textmining: Der Kurator in Texten zur zeitgenössischen Kunst

  • Haegue Yang ETA 1994–2018

  • Betye Saar erhält Wolfgang-Hahn-Preis 2020

  • Benjamin Katz. Berlin Havelhöhe, 1960/1961

  • Wade Guyton: ZWEI DEKADEN MCMXCIX–MMXIX

  • Wolfgang-Hahn-Preis geht an Betye Saar

  • Das Museum Ludwig in Köln erweitert das digitale Programm

  • Yilmaz Dziewior zum Kurator des deutschen Biennale-Beitrags 2021 ernannt

  • Verschiebung der 59. Biennale di Venezia in das Jahr 2022 bietet auch Chancen

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