Roswitha Haftmann-Preis 2014 für Rosemarie Trockel. Sonderpreis für Robert Frank.

Höchstdotierter europäische Kunstpreis

Zürich November 2013
Eingabedatum: 27.11.2013

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Der höchstdotierte europäische Kunstpreis, der Roswitha Haftmann-Preis, geht 2014 an die deutsche Konzept-Künstlerin Rosemarie Trockel. Mit einem Sonderpreis wird der Foto- und Filmkünstler Robert Frank ausgezeichnet.
Der Stiftungsrat der Roswitha Haftmann-Stiftung vergibt 2014 den mit CHF 150´000.– dotierten Roswitha Haftmann-Preis an die deutsche Künstlerin Rosemarie Trockel (*1952). Trockel zählt zu den wichtigsten Künstlerinnen einer Generation, die auf hohem Niveau mit verschiedenen Medien arbeitet und sich aktiv an Lehre und Forschung im Kunstbereich beteiligt.

Nach einem Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule in Köln studierte Trockel in den 1970er Jahren an der Kölner Werkschule Malerei. Schon damals drehte sie Super-8-Filme. In Köln und Bonn wurde sie 1982 zu Einzelausstellungen eingeladen. Der Durchbruch gelang Trockel Ende der 1980er Jahre in den USA. Das Museum of Modern Art New York lud sie zu einer Einzelausstellung ein. Anfang der 1990er folgten das Museum of Contemporary Art in Chicago und das Institute of Contemporary Art in Boston. Rosemarie Trockels Auftritte an den Documenta-Ausstellungen X und XIII und als erste Frau im Deutschen Pavillon an der Biennale von Venedig (1999) waren vielbeachtet. Immer wieder kehrt Trockel mit Projekten nach Nordrhein-Westfalen zurück. 2007 nahm sie an «Skulptur Projekte» Münster teil.

Die Themen ihrer Arbeiten sind gesellschaftskonstituierende Elemente: Normen, Klischees, Symbole und Codes. In Zeichnungen, Gemälden, Keramiken, Videos, Skulpturen und Objekten hinterfragt die Konzept-Künstlerin deren Funktion und Selbstverständlichkeit. Trockels Werke sind weder auf eine bestimmte Ikonografie noch auf eine konkrete kunsttheoretische Richtung festzulegen. Das Etikett der Feministin erhielt sie vorschnell mit den frühen maschinell hergestellten Strickbildern, und tatsächlich entwickelte sich der subtile Umgang mit Klischees und Konventionen zu einem integralen Bestandteil ihres Schaffens.
Als Professorin für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf unterrichtet Rosemarie Trockel seit 1998 den künstlerischen Nachwuchs. Sie ist Gründungsmitglied der «Akademie der Künste der Welt» in Köln und wurde 2012 in die «Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste» berufen. In Anerkennung ihres künstlerischen Schaffens wie ihrer akademischen Leistung verleiht der Stiftungsrat ihr den Roswitha Haftmann-Preis.

STIFTUNG, PREIS UND VERGABE
Rosemarie Trockel ist die vierzehnte Künstlerpersönlichkeit, der Europas höchstdotierter Kunstpreis zuteil wird und neben Maria Lassnig, Mona Hatoum, Vija Celmins und Cindy Sherman die fünfte Frau. Die Übergabe findet am 14. Mai 2014 im Kunsthaus Zürich statt. Die Auszeichnung geht auf die Initiative von Roswitha Haftmann (1924-1998) zurück. Seit 2001 vergibt ihre Stiftung den Preis an lebende Künstlerinnen und Künstler, deren Werk von überragender Bedeutung ist. Wer den Preis erhält, wird vom Stiftungsrat bestimmt. Ihm gehören die Direktoren des Kunstmuseums Bern, des Kunstmuseums Basel, des Museum Ludwig in Köln und des Kunsthaus Zürich an. Hinzu kommen Mitglieder, die vom Stiftungsrat berufen werden.

SONDERPREIS FÜR ROBERT FRANK
Die Statuten der Roswitha Haftmann-Stiftung eröffnen die Möglichkeit, Sonderpreise zu vergeben. Davon macht die Jury zum vierten Mal Gebrauch und spricht dem Fotografen, Filmregisseur und Kameramann Robert Frank einen Sonderpreis in Höhe von CHF 75´000.– zu.
Frank zählt zu den bedeutendsten Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der 1924 in Zürich geborene schweizerisch-amerikanische Künstler, der seit über 60 Jahren in New York lebt, machte sich in den 1950er Jahren mit Arbeiten für «Life», «Vogue», «Look» und «Fortune» einen Namen und arbeitete Seite an Seite mit den Grossen seiner Zunft. Edward Steichen bat ihn um Unterstützung bei der Auswahl von Werken für die legendäre Ausstellung «The Family of Man». Franks Foto-Buch «Der Amerikaner» – das Ergebnis einer grossangelegten Bildreportage über die Vereinigten Staaten – setzte neue Standards in der Dokumentarfotografie. 1958 tauschte Frank die Fotokamera gegen die Filmkamera. Sein Einstieg ins Filmfach geriet triumphal: Mit «Pull My Daisy» (1959) schuf er ein wegweisendes Porträt der Beat-Generation. Über 20 Filme und Video-Essays sind seither entstanden. Und doch kehrte Frank der Fotografie nie den Rücken. Seine erste Einzelausstellung fand 1961 im Art Institute Chicago statt. Das MoMA folgte 1962. Heute liegen Fotobände und Schriften weltweit in Übersetzungen vor und seine filmischen wie fotografischen Werke fanden Eingang in bedeutende öffentliche und private Sammlungen. 2008 widmeten ihm das Museum Folkwang, Essen, und 2009 die National Gallery of Art, Washington, Ausstellungen. Robert Franks einzigartiger, erzählerischer Stil übt einen nachhaltig prägenden Einfluss auf eine Vielzahl anderer Künstler aus.



Weitere Informationen unter roswithahaftmann-stiftung.com

pm









Daten zu Rosemarie Trockel:


- * 13. November 1952 in Schwerte

- 1st Parasophia Kyoto International Festival of Contemporary Culture 2015

- 30 Künstler / 30 Räume, 2012

- ars viva Preistraeger

- Art Basel 2013

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art cologne 2015

- Biennale Venedig 2011

- Biennale Venedig 2013

- Daimler Art Collection

- documenta 10, 1997

- documenta 13, 2012

- evn sammlung

- Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel, 2006

- Georg Kargl Fine Arts

- Gwangju Biennale, 1997

- Gwangju Biennale, 2014

- Heidelberger Kunstverein

- Istanbul Biennial, 1995

- Istanbul Biennial, 1999

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

- Manifesta 1, 1996

- MoMA Collection

- Museo Reina Sofía, Collection

- Museo Reina Sofía, Minimal Resistance

- Preisträger 2014, Kunstpreis der Roswitha Haftmann-Stiftung

- Preistraeger Goslarer Kaiserring

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung F.C. Flick

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Sammlung, Kunstmuseum Liechtenstein

- skulptur projekte münster 2007

- Sprüth Magers Berlin London

- Taipei Biennale 2012

- ZKM Sammlung, Karlsruhe

Weiteres zum Thema: Rosemarie Trockel



WallWorks


WallWorks ist ein Buch, das nicht nur durch seine zugrundeliegende Idee einer erweiterten Editionspraxis, sondern auch in seiner Ausführung besticht: Auf 234 Seiten werden 38 architekturbezogene Wandarbeiten in gering limitierten Auflagen von 29 international renommierten Künstlern vorgestellt. Jedem Werk sind mehrere farbige Abbildungen in unterschiedlich räumlichen Kontexten gewidmet, so daß auf beeindruckende Weise veranschaulicht wird, wie die Editionspraxis auf das Prinzip Wandgestaltung übertragen wurde bzw. werden kann. Ob es sich um computererzeugte Iris Prints von Nam June Paik , Siebdrucke von Rosemarie Trockel oder Wandmalerei von Günther Förg - um nur einige zu nennen - handelt, jedes Werk erfährt durch die Vorgaben der Künstler und die jeweiligen räumlichen Gegebenheiten ein individuelle und dem Unikat durchaus vergleichbare Komponente.

Ein begleitender Text zu jedem Künstler gibt, neben einer Kurzbiografie, Aufschluß über die benötigten Vorlagen zur Umsetzung des Werkes, denn diese nimmt der Käufer selbst bzw. ein zu beauftragender Handwerker vor.

Eingeleitet wird das Buch durch einen Text von Uwe M. Schneede (Hamburger Kunsthalle), der einen kurzen kunsthistorischen Abriß zur künstlerischen Wandgestaltung liefert. Der Text wird noch durch einen zweiten Text von David Rimanelli ergänzt.

Museum für Neue Kunst im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) (05 / 02)


Das ZKM gehört zu den Vorreitern der Museen für Neue Medien. In der Planungsphase in den 80ern gab es demnach auch kritische Stimmen gegen die neue Institution, denn damals waren Begriffe wie Multimedia, Internet oder virtuell, die heute in aller Munde sind, kaum bekannt. Um so vorausschauender erscheint im Rückblick die damalige Entwicklung.

Ausgehend von Ideen, die sich in der Gründung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie 1984 verfestigten, sollte das ZKM als Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Schnittstelle zwischen Kunst und neuen Medien eine wichtige Lücke schließen. Konkret sah das so aus, dass 1989 ein Stifterrat konstituiert wurde, der Professor Heinrich Klotz zum Gründungsdirektor ernannte. Die Eröffnung des Museum für Neue Kunst (MNK) im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) im Oktober 1997 beschloss die Aufbauphase. Die Eröffnungsschau mit 254 Werken europäischer und amerikanischer Kunst von den 60ern bis heute war eine Hommage an die Sammler Baden-Württembergs und brachte dem Museum den Beinamen "Sammlermuseum" ein. Mit dem Einzug großer Blöcke von Leihgaben aus den Sammlungen Siegfried Weishaupt, Friedrich E. Rentschle (FER), Josef Fröhlich und Anna Grässlin wurde neben den Privatsammlungen eine eigene Sammlung aufgebaut, deren Schwerpunkt Medien- und Videokunst ist.

Nachdem der eigentlich geplante Neubau den finanziellen Rahmen sprengte, wurde das Museum in den Lichthöfen einer ehemaligen Munitionsfabrik untergebracht. Das Hallenambiente der glasüberdeckten Höfe ist wie geschaffen für die Großformate von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz. Die Transparenz des Hauses, das von dem Hamburger Architekturbüros Schweger + Partner umgestaltet wurde, ermöglicht einen Dialog zwischen den einzelnen Sammlungen.
Über drei Etagen sind ausgewählte Werke aus den Sammlungen zusammen mit Exponaten aus den Beständen des ZKM/MNK kombiniert ausgestellt, wobei das Profil der Sammlungen trotzdem deutlich erkennbar bleibt. Wegweisende Arbeiten der europäischen und amerikanischen Kunst geben Einblick in die Kunstentwicklung von 1960 bis heute. Darunter zahlreiche Foto- und Videoarbeiten, die im Wechsel mit Positionen der Gegenwartskunst präsentiert werden.
Das erste Obergeschoss bietet dem Besucher einen repräsentativen Überblick über den Abstrakten Expressionismus und die Farbfeldmalerei von Mark Rothko, Morris Louis und Frank Stella. Die Pop Art ist unter anderem durch Bilder von Andy Warhol und Roy Lichtenstein vertreten, denen Werke deutscher Künstler wie Gerhard Richter, Sigmar Polke und Blinky Palermo gegenüberstehen. Ergänzt wird die Auswahl durch Arbeiten der "Neuen Wilden" und objektbezogene Positionen von Imi Knoebel, Reinhard Mucha oder Rosemarie Trockel.
Im zweiten Obergeschoss werden Werke der Arte Povera, der Minimal Art sowie der Konzeptkunst ausgestellt, die für die darauffolgende Künstlergeneration wegweisend sind, ausserdem Bilder, die sich mit der Malerei der 80er auseinander setzten und Positionen der 90er.

Geprägt wurde das Museum aber nicht nur von der Kunst, sondern auch von den Machern des Museums. Gründungsdirektor Professor Heinrich Klotz leitete neben dem Museum die mit dem ZKM kooperierenden Hochschule für Gestaltung, die als erste Hochschule die Medienkünste in den Vordergrund stellte. Seit 1999 wird das ZKM von Peter Weibel geleitet; Direktor der Abteilung Museum für Neue Kunst ist ebenfalls seit 1999 Götz Adriani, nachdem Klotz verstorben war.

Seit 1999 fanden Übersichtsschauen zur Videokultur der 90er, zu Bruce Nauman, Bill Viola, Sigmar Polke, Franz West, Sylvie Fleury und der Minimal Art statt.



Adresse: Museum für Neue Kunst | ZKM Karlsruhe
Lorenzstr. 9
76135 Karlsruhe

Tel.: +49.721.8100.1325
Fax: +49.721.8100.1309
Internet: zkm.de
Mail: mnk@zkm.de

Öffnungszeiten: Mi 10-20/Do - So 10-18 h
Mo - Di geschlossen

Aktuelle Ausstellung: Tobias Rehberger Geläut – bis ich’s hör‘...
1. Mai – 11. August 2002
Eröffnung: Dienstag, 30. April 2002, 18 Uhr

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  • September-Auktion in Hamburg bei Ketterer Kunst (09.02)

  • Sammlung Goetz - Interview mit Ingvild Goetz (Nov 02)

  • Ausstellungsbesprechung: "SCHWEIGEN" (27.3.03)

  • Nam June Paik Award 2004 (Ausstellung PhoenixHalle / Dortmund: 4.9.-7.11.04)

  • Europäische Kunsthalle Köln (16.3.2005)

  • Flashback - Museum für Gegenwartskunst, Basel (30.10.05-12.2.06)

  • Rosemarie Trockel - Museum Ludwig Köln (29.10.05-12.2.06)

  • Schlussbericht: ART COLOGNE - Spitzenverkäufe bestätigen Köln als internationalen Kunstmarktplatz

  • Cerith Wyn Evans - Städtische Galerie im Lenbachhaus, München (25.11.06 - 25.2.07)

  • Zur Halbzeit noch ein Ausflug nach Münster?

  • ELEGANCE - Kölnischer Kunstverein (3.11.-23.12.07)

  • OUT OF TIME - Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen (noch bis 2.3.08)

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  • Maurizio Cattelan - Projekt Synagoge Stommeln 2008, Köln (1.6.-10.8.08)

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