Anzeige
me



Kunst studieren - und was kommt danach?

April 2020 | Hochschule für bildende Künste Hamburg
Eingabedatum: 22.04.2020

bilder

Ergebnisse der ersten umfangreichen Befragung zu den Arbeits- und Lebensbedingungen von Künstlerinnen und Künstler, die an der HFBK Hamburg studiert haben, liegen vor. In der aktuellen Ausgabe des Lerchenfeld-Magazins werden sie vorgestellt und diskutiert.

Die Klischeebilder halten sich standhaft: Wer Kunst studiert hat, wird entweder Taxifahrer, arbeitet in einer Bar oder heiratet reich. Aber wirklich von der Kunst leben könnten nur die wenigsten – erst Recht in Zeiten globaler Krisen. Kunsthochschulen sind in einem permanenten Rechtfertigungszwang: Zum einen wird diese Diskussion von der Bildungspolitik geführt, die immer wieder auf die Kosten für ein Kunststudium hinweist. Zum anderen geht es aber auch um die Einkommenssituation der Kunstschaffenden und die sich daraus ableitenden politischen Forderungen etwa nach Ausstellungshonoraren, bedingungslosem Grundeinkommen oder Notfallfonds.

Die Hochschule für bildende Künste (HFBK) Hamburg wollte es genauer wissen und hat 2019 bei der Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg, namentlich bei den Soziologen Prof. Dr. Henning Lohmann und Dr. Sascha Peter, eine breit angelegte Befragung ihrer Absolventinnen und Absolventen der letzten 15 Jahre in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie räumen mit einigen Vorurteilen auf und geben ein differenziertes Bild der Bedingungen für ein selbständiges künstlerisches Dasein nach Beendigung des Studiums.

Die Studienergebnisse in Zahlen: Mit rund 90 Prozent ist ein Großteil aller Befragten nach wie vor künstlerisch tätig und 66 Prozent bestreiten ihren Lebensunterhalt aus einer künstlerischen und/oder kunstnahen Tätigkeit. 37 Prozent der Künstlerinnen und Künstler schätzen ihre Position als „etabliert“ im künstlerischen Feld ein (davon 9 % als „gut etabliert“, 28 % als „eher etabliert“). 82 Prozent der Befragten empfanden ihr Studium an der HFBK als „hilfreich“ für ihren Werdegang und bewerteten insbesondere die Befähigung, künstlerische Ideen und Lösungen und eine eigene unabhängige künstlerische Position zu entwickeln, sowie die Befähigung zum konzeptionellen Denken als wichtig für ihre aktuelle Arbeitssituation. In puncto Lebensbedingungen überrascht der mit 92 hohe Prozentsatz der Befragten, die im letzten Kalenderjahr Einkommen aus zumeist selbständiger Erwerbstätigkeit erzielte. Typisch für die Kunstschaffenden sind demnach ein hohes Aktivitätsniveau und eine Mischfinanzierung aus künstlerischer und kunstnaher Tätigkeit. Verglichen mit anderen Personen mit Hochschulabschluss sind sowohl das Erwerbs- als auch das Haushaltseinkommen allerdings unterdurchschnittlich, wobei die allgemeine Lebenszufriedenheit mit dem künstlerischen Erfolg erkennbar korreliert.

Zusammengefasst bietet der freie Lehr- und Forschungsansatz der HFBK Hamburg offenbar den passenden Rahmen für eine künstlerische Persönlichkeitsentwicklung, die sich postgradual behaupten kann. So erfreulich diese Zahlen sind, so verantwortungsvoll muss jedoch mit den negativen Aspekten des Lebensmodells umgegangen werden: die prekären Arbeitsverhältnisse und das vergleichsweise geringe Einkommen. Der komplette Abschlussbericht zur Befragung ist als pdf-Dokument ab heute auf der Website der HFBK veröffentlicht und wird im Rahmen der aktuellen Ausgabe Nr. 53 des Lerchenfeld-Magazins vorgestellt und diskutiert. Wie sich die Corona-Krise schon jetzt auf das künstlerische Feld und die an ihm Beteiligten ausgewirkt hat, wird Themenschwerpunkt der Sommerausgabe des Lerchenfeld-Magazins sein. Die mittel- und langfristigen Folgen der Pandemie werden, das steht zu befürchten, in der in fünf Jahren geplanten Folgebefragung der HFBK-Absolventinnen und -Absolventen sichtbar werden.

Der komplette Abschlussbericht, unter: www.hfbk-hamburg.de

Hochschule für bildende Künste
Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg

Presse



  • thinking and doing Documenta11

  • 'Expanded Arts' und 'Richter, Polke, Lueg' Sonderschauen auf der Art Cologne (28.10.- 01.11.2004)

  • Nam June Paik Award 2004 (Ausstellung PhoenixHalle / Dortmund: 4.9.-7.11.04)

  • ART COLOGNE 2004: Abschied als Aufbruch (28.10.-01.11.04)

  • Changing Habitats - Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen (22.4.-29.5.05)

  • European Media Art Festival, Osnabrück (20. bis 24. April 2005)

  • Tirana Transfer - Badischer Kunstverein Karlsruhe (15.07 - 03.09.06 )

  • d.velop digital art award - [ddaa] an Manfred Mohr (4.8.06)

  • GiebichenStein Designpreis 2012 für ausgezeichnete Designprojekte in fünf Kategorien vergeben

  • Kunstverein Wolfsburg erhält den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine

  • Attila Csörgo erhält Nam June Paik Award 2008

  • Gustav-Weidanz-Preis 2012 ausgeschrieben

  • Tina Tonagel im Cuxhavener Kunstverein (25.4.-31.5.09)

  • Burg Kalender 2013 im neuen Format

  • Leni Hoffmann und Angelika Hoerle, Museum Ludwig Köln

  • Alicja Kwade erhält den hectorpreis 2015

  • Was will uns der Künstler damit sagen? Zu den beiden Bänden >Kunstvermittlung< der documenta 12

  • new talents - biennale köln

  • Tag der offenen Tür an den Kunsthochschulen

  • Die hohen Hallen der Kunst und ihre Örtchen (Anzeige)

  • Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

  • Thomas Rentmeister. Weissenseelen - Kunstverein Viernheim

  • DGPh verleiht den Kulturpreis 2011

  • Videonalepreis an Nate Harrison

  • Pèlerinages Kunstfest Weimar: Vision. Das Sehen (Anzeige)

  • Istanbul-Stipendiaten der Burg Giebichenstein/Halle in Istanbul

  • Istanbul Apartmanı (Anzeige)

  • Georg Winter

  • Slawomir Elsner: Marginesy

  • Übermorgenkünstler II

  • Die 5 Lieblingsvideos der Redaktion 2011

  • Max Ernst Stipendium 2012 für Theresia Tarcson

  • Tausend Stimmen. Eine Schau über Szeemann, Diagramme, Art Spaces und Dienstbesprechungen

  • Jahresausstellung der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle am 21. und 22. Juli 2012

  • KITSCH. VOM NUTZEN DER NICHT-KUNST

  • Rundgang 2012 - Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

  • Sofia Hultén: Statik Elastik

  • Preisträgerin Ginan Seidl 2012

  • Künstlerinnen und Künstler der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zur Preview Berlin 2012

  • graduiert - präsentiert

  • SÄGE STEIN PAPIER

  • twitters tages themen kunst

  • gute aussichten – junge deutsche fotografie

  • Friederike Feldmann: Chère Vitrine

  • Gustav-Weidanz-Preis für Plastik 2012 an Anne Caroline Zwinzscher

  • VIDEONALE.14

  • Die Bildhauer

  • SEO „Das Gefühl in meinem Inneren”

  • Ein Spiel mit Identitäten: Das neue Some Magazine

  • twitters tages themen kunst

  • top



    Anzeige
    Responsive image


    Anzeige
    Responsive image

    Chatbot

    Was der Bot u.a. jetzt bereits beantworten kann: Was ist Kunst, was macht die Kunst, Konzeptkunst, wozu Kunst, Künstler und was macht art-in.de? Um Fragen, die er noch nicht beantworten kann, kümmern wir uns. Es ist ein Experiment im Aufbau. Wir freuen uns über alle Fragen.


    Card image cap

    BIG D@T@! BIG MON€Y!

    26. 09. - 5. 12. 2020 | HALLE 14 —Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipzig

    Card image cap

    Tomás Saraceno: Songs for the Air

    25. 09. 2020 - 31. 01. 2021 | Hessische Landesmuseum Darmstadt

    Card image cap

    GÖTZENDÄMMERUNG Twilight of the Idols

    24.09.2020 - 01.10.2020 | Künstlerverbund im Haus der Kunst München

    Card image cap

    Wertheim Village feiert kunstvoll 250 Jahre Ludwig van Beethoven

    bis 18.10.20 | Zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens