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Heinz Mack. Licht – Raum – Farbe


Eingabedatum: 17.03.2011



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Heinz Mack ist Mitbegründer der ZERO-Bewegung und hat als Maler, Lichtkünstler und Bildhauer die Kunst seit den späten 1950er-Jahren nachhaltig beeinflusst. Sein 80. Geburtstag und seine Wiederentdeckung durch die Kunstwelt sind Anlass für die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, ihm eine Hommage zu widmen. Die Ausstellung präsentiert rund 130 Werke, entstanden von 1953 bis heute, und hebt die Kontinuität des utopischen Kunstgedankens bei Heinz Mack hervor, in dessen Arbeiten die Wahrnehmung von Licht, Raum und Farbe eine zentrale Rolle spielen. Sein Werk verbindet auf experimentelle Weise Kunst und Umwelt, Poetisches und Profanes, Philosophie und Physik – aus ihm spricht das stetige Bestreben, traditionelle Formen der Kunst neu zu interpretieren und neue Techniken in einem künstlerischen Kontext zu erproben. Auftakt – Licht und Raum
Den Auftakt der Ausstellung bilden zwei neue Lichtinstallationen des Künstlers: im Treppenhaus vor der Atriumhalle zunächst ein die Raumwahrnehmung irritierender, beleuchteter Drehspiegel („Drehbarer Spiegel“, 2011), im Eingangsbereich der Ausstellung dann die in gleißendes Licht gehüllte, sich scheinbar in den Himmel schraubende Skulptur „Zikurat“ (2010).
ZERO – die „Stunde null“
Der Ausstellungsrundgang beginnt mit den frühen Arbeiten Heinz Macks aus der Zeit der Düsseldorfer Künstlergruppe ZERO. Als Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf suchten Heinz Mack und Otto Piene damals einen neuen Weg in der Kunst, um sich von den vorherrschenden Tendenzen des Informel und des Tachismus der Nachkriegszeit abzugrenzen. Es ging ihnen darum, von Neuem zu beginnen, und so riefen sie 1957 die „Stunde null“ aus. Die Ausstellungen im Düsseldorfer Atelier von Heinz Mack, in dem sie ihre neuen Experimente von Bewegung und Licht vorstellten, gingen mit der Gründung der Katalog-Zeitschrift ZERO (Vol. I–III) einher, in der sie ihre künstlerischen Ideen propagierten.
Internationaler Erfolg
Bereits früh pflegten die ZERO-Künstler Heinz Mack und Otto Piene, zu denen sich später auch Günther Uecker gesellte, internationale Kontakte zu Künstlern wie Lucio Fontana, Piero Manzoni, Jean Tinguely und Yves Klein. Nach wechselseitigen Ausstellungen in Paris und Düsseldorf setzte Heinz Macks internationaler Erfolg ein. 1959 nahm er zum ersten Mal an der documenta in Kassel teil, Anfang der 1960er-Jahre unterhielt er ein Atelier in New York und wurde 1970 zu einer Gastprofessur nach Osaka eingeladen.
Wüste
Breitere Beachtung, auch über das Kunstpublikum hinaus, fand Heinz Mack durch seine Wüsten-Expeditionen ab 1962 und den Film Tele-Mack, der 1970 bei der Filmbiennale in Venedig einen Anerkennungspreis erhielt. Seinen Arbeiten in der Wüste, die zu den Anfängen der Land Art zählen, ist in der Ausstellung ein eigener Raum gewidmet.
Licht und Farbe
Eine strahlende silberfarbene Mauer im Lichthof des Ausstellungsraums bildet die zentrale Lichtquelle. Um die aus insgesamt 21 Tonnen wiederverwertbarem Aluminiumfolienschrott hergestellte „Silberlicht-Mauer“ (2011) herum reihen sich weitere thematische Räume aneinander. So führt der Rundgang von den facettenreichen und eindrucksvollen Lichtexperimenten des Künstlers seit den 1960er-Jahren bis heute weiter zu den berühmten Silberreliefs. Zu sehen sind darüber hinaus Prismen, Kuben, bewegte Rotoren und exemplarisch einige Skulpturen von Heinz Mack, darunter frühe Holz- und Lichtstelen. Sie säumen den Weg hin zur Malerei und zu Heinz Macks intensiver Auseinandersetzung mit der Farbe.
Nähe zur Naturwissenschaft
An die Stelle der Komposition hat Heinz Mack die Struktur gesetzt und ist darin den gegenwärtigen Naturwissenschaften nahe. Seine frühen Versuche der Überschreitung des klassischen Kunstbegriffs, der Grenzen zwischen Kunst, Technik und Natur, seine Überlegungen zu alternativen Raum- und Präsentationskonzepten sowie seine Lichtexperimente können als Vorreiter für die heutige Kunst gesehen werden.
Die Verwandtschaft zwischen Heinz Macks Arbeiten und den heutigen Wahrnehmungs- und Darstellungstechniken in der Wissenschaft wird durch eine umfangreiche Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich verdeutlicht – sowohl als visuelles Erlebnis in der Ausstellung als auch in mehreren Veranstaltungen im Rahmenprogramm.

Pressetext



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