Digitale Folklore

25. 07. - 27. 09. 2015 | Hartware MedienKunstVerein, Dortmunder U
Eingabedatum: 27.07.2015

vorher: Digitale Folklore

„Computer- und Netzkultur werden nur zu einem kleinen Teil von technischen Innovationen geprägt. Es ist unwichtig, wer den Mikroprozessor, die Maus, TCP/IP oder das World Wide Web erfand und welche Ideen dahinter steckten. Ausschlaggebend ist, wer sie wie benutzt. Allein durch die User gewinnt Computertechnologie überhaupt an kultureller Bedeutung. Viele Bemühungen der User, seien es glitzernde Sternenhintergründe, Fotos süßer Kätzchen oder Regenbogenfarbverläufe, werden als Kitsch verlacht oder gar als allgemeiner kultureller Verfall bezeichnet. Dabei ist dieser scheinbare ästhetische Wirrwarr, geschaffen von Usern für User, die wichtigste, schönste und am meisten missverstandene Sprache der Neuen Medien.“
http://digitalfolklore.org/

Diese weltweit erste Ausstellung zu Digitaler Folklore basiert auf dem Archiv "One Terabyte of Kilobyte Age", das die Überbleibsel von 381.934 GeoCities-Homepages enthält, von Amateuren handgemacht, aus der vorindustriellen Zeit des World Wide Web. GeoCities, die erste kostenlos angebotene Plattform zur Veröffentlichung von Webseiten, wurde 1994 ins Leben gerufen, bereits 1999 an den damaligen Internet-Giganten Yahoo! verkauft, und 2009 von diesem kaltherzig gelöscht. In der gesamten Entwicklung der Kultur des WWW nimmt GeoCities eine prägende Rolle ein, gehörte einst zu den weltweit am meisten besuchten Servern des Netzes, aber ist schon nach dieser kurzen Zeit in Vergessenheit geraten – nur einige Legenden und Bräuche haben sich gehalten.

In den über 28 Millionen, nur wenige Tage vor der Löschung hastig kopierten Dateien finden sich persönliche Webseiten, Fan-, Trauer-, Rezept-, Bastel-, Computerspiel- und Haustier-Seiten, rotierende "Welcome To My Homepage"- und Baustellen-Schilder, blinkende Weltraum-Tapeten und zappelnd animierte Figuren. Für die Ausstellungen wurden sie aufwändig digital restauriert und künstlerisch neu interpretiert.

Eine Ausstellung des GeoCities Research Institute und des HMKV.

Digitale Folklore ist das Folgeprojekt zur erfolgreichen HMKV-Ausstellung „Jetzt helfe ich mir selbst“ – Die 100 besten Video-Tutorials aus dem Netz (2014).

Kuratoren: Prof. Olia Lialina (Stuttgart) und Dragan Espenschied (New York)

Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität
Hartware MedienKunstVerein (HMKV)
OFFICE ADDRESS
Hoher Wall 15
44137 Dortmund
http://digitalfolklore.org/
www.hmkv.de

Presse



  • Hochschulwettbewerb "digital sparks" 2003 ist entschieden

  • Yves Netzhammer in Duisburg und Krefeld (21.9.-30.11.03)

  • Thomas Ruff - Ausstellung in der Kestner Gesellschaft Hannover - 29.2.04

  • Ars Electronica 2004 (6.1.04)

  • David Claerbout - Kunstbau Lenbachhaus, München (16.10.04 - 16.01.05)

  • Christian Jankowski im Kunstmuseum Bonn (27.11.04-2.1.05)

  • Prix Ars Electronica 2005

  • Michel Majerus - Kunsthaus Graz ( 12.02.05 – 16.05.05)

  • Großer Erfolg für die Frühjahrs-Kunstmessen Köln 2005

  • Loretta Lux »... auf dem Sprung zum Shooting Star der Szene.« Handelsblatt

  • ART COLOGNE zeigt: Sonderschau koreanischer Videokunst - Nam June Paik als Übervater

  • Ars Electronica - Linz (1.9.-6.9.2005)

  • Bewegung auf dem Markt für Digitalkunst. ART COLOGNE 2005

  • vom bild // zum bild. metamorphose - Museum der Moderne / Rupertinum, Salzburg (22.10.05-19.2.06)

  • Postmediale Kondition, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz (16.11.05 - 15.1.06)

  • click doubleclick – das dokumentarische Moment - Haus der Kunst, München (8.2.-23.4.06)

  • Jochen Gerz "Anthologie der Kunst" - KAH Bonn (27.1.-26.2.2006)

  • Sichtbarkeiten_Zwischen Fakten und Fiktionen, Edith-Ruß-Haus, Oldenburg (21.1.-19.3.06)

  • Kunst Computer Werke - Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe ( 12.5.-21.5.06)

  • Verträge für die Edition Bewegte Bilder unterzeichnet (17.7.06)

  • d.velop digital art award - [ddaa] an Manfred Mohr (4.8.06)

  • GiebichenStein Designpreis 2012 für ausgezeichnete Designprojekte in fünf Kategorien vergeben

  • Gilbert & George "Die große Ausstellung" - Haus der Kunst, München (11.6.-9.9.07)

  • Balthus - Aufgehobene Zeit. Gemälde und Zeichnungen 1932-1960, Museum Ludwig, Köln (18.8.- 4.11.07)

  • Robin Rhode "Walk Off" - Haus der Kunst, München (16.9.07-6.1.08)

  • Raissa Venables - Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus (13.10.-30.12.07 )

  • twitters tages themen kunst

  • Ben van Berkel & the Theatre of Immanence - Portikus Frankfurt (25.11.07-13.1.08)

  • Richard Hamilton - Kunsthalle Bielefeld (25.5.-10.8.08)

  • Schokoladenmünder, Marseille und Seehunde. Almut von Pusch - Galerie Mikro, Düsseldorf (bis 8.10.08)

  • Seth Price - Kölnischer Kunstverein (15.11.08 - 4.1.09)

  • Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung an Peter Weibel

  • Museumsstrip, Björk und eine Todesmaschine - >Number Two: Fragile< in der Julia Stoschek Collection

  • Jorge Pardo - K21, Düsseldorf (4.4.-2.8.2009)

  • playfulness - Film/Video - Festival in Nenagh, Co Tipperary, Ireland / en

  • Philippe Decrauzat, Takehito Koganezawa, Rudolf de Crignis im Haus Konstruktiv (28.8.-25.10.09)

  • Artur Zmijewski - Camera Austria, Kunsthaus Graz (27.9.09-17.1.10)

  • Prix Ars Electronica 2010 - Goldene Nicas

  • Thomas Struth. Fotografien 1978–2010 - Kunsthaus Zürich

  • NODE10 - Forum for Digital Arts - Frankfurter Kunstverein

  • Maya Schweizer/ Clemens von Wedemeyer: Metropolis. Bericht über China

  • Baumgartner und Hennevogl. Schnitte ins Herz und in die Augen

  • Adrien Tirtiaux und Hannes Zebedin: Immer noch und noch nicht

  • Paul Pfeiffer

  • Connect. Kunst zwischen Medien und Wirklichkeit

  • Rollenbilder - Rollenspiele

  • Das Digitale Unheimliche

  • wie gemalt. Bildner im 21. Jahrhundert.

  • Töten

  • Unknown Again. Philipp Messner

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