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Olafur Eliasson Wasserfarben

07.06. - 02. 09. 2018 | Staatliche Graphische Sammlung München
Eingabedatum: 08.06.2018

Werkabbildung

Olafur Eliasson Spheres of power and care, 2016 Aquarell, Tusche und Bleistift auf Papier 40,3 x 47,5 cm Unikat Foto: Jens Ziehe Staatliche Graphische Sammlung München, © 2016 Olafur Eliassonbilder

Zweifellos zählt der dänische Künstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein Zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden in der Zeichnung formuliert und immer wieder während eines Projekts von Eliasson zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass der Künstler in der Zeichnung denkt. Umso erstaunlicher ist es, dass sein zeichnerisches Oeuvre bisher nur vereinzelt in Ausstellungen zu sehen war. Die große, auf über 800 Quadratmetern angelegte Ausstellung WASSERfarben der Staatlichen Graphischen Sammlung München stellt erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in all ihren Facetten umfassend vor, gezeigt werden knapp 50 Arbeiten. Die kuratorische Idee ist es, die enge Kongruenz zwischen seiner Zeichenkunst und seinen Installationen zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen.

Für die Vitrinen im Entrée der Graphischen Sammlung hat Olafur Eliasson eine neue, ortsspezifische Installation geschaffen, die sich dem Sehen und der Wahrnehmung des Betrachters im öffentlichen Raum, aber auch dem Verhältnis von Oberflächen und dem Dahinterliegenden widmet. Ausgehend von Licht, Farbe, Linienkunst und dem erweiterten Zeichenbegriff des Künstlers entwickelt sich die Ausstellung im Folgenden, die Zeichnungen, Skulpturen und Rauminstallationen umfasst.

Licht- und Farbstudien, sowie die Erforschung von Naturphänomenen stellen ein zentrales Thema in Eliassons künstlerischer Praxis dar. Neben einer neuen Glasarbeit und der Skulptur The presence of absence (Nuup Kangerlua, 24 September 2015 #2) (2016) werden die großformatigen Aquarelle The ocean fade (2016) gezeigt, die mittels wiederholtem Auftragen von dünnen, transparenten Lasuren auf je ein großes Blatt Papier einen subtilen Farbverlauf von leuchtenden, satten Tönen bis zu blassem, zartem Kolorit ergeben. Der minutiöse, physikalische Produktionsprozess dieser Arbeiten erzielt eine ephemere Erfahrung von Licht und Raum und der Beweglichkeit von farbigem Licht in der statischen Fläche als synästhetisches Erlebnis unserer Sinne – ein Thema, das in vielen Werken Eliassons eine elementare Rolle spielt.

Die Installationen Your uncertain shadow (black and white) (2010) sowie Life is lived along lines (2009) leiten vom Thema Licht und Schatten über zur zeichnerischen Linienkunst. Die Ausstellung wird auch eine Reihe von Modellen zeigen, die im Studio Olafur Eliasson entstanden sind. Diese fungieren wie ein im wahrsten Sinne fantastisches Studienzimmer, das sich wie ein dreidimensionaler Denkraum öffnet. Flankiert wird die Installation unter anderem von einer Suite von großformatigen Skizzenblättern, den Studio sketches, die PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e. V. jetzt schon für die Sammlung erwerben konnte. Sie geben Einblicke in den Reichtum von Eliassons schöpferischen Ideen, die zeichnerisch zum Ausdruck kommen.

Ein dritter Werkkomplex wird sich in der Ausstellung dem erweiterten Begriff von Zeichnung zuwenden, der seit Beginn des 20. Jahrhunderts in der künstlerischen Praxis eine wichtige Rolle spielt und schon im

Frühwerk Eliassons seinen Niederschlag gefunden hat. Die Lichtinstallation Your unpredictable sameness (2014) im Foyer führt sinnlich vor Augen, dass die Linienkunst keine Begrenzung der Medien kennt und Künstler wie Eliasson sich in ihrer Experimentierfreude keine Beschränkungen auferlegen. In diesem Kontext werden erstmals frühe Zeichnungen des Künstlers zu sehen sein, die er 1998 in Kooperation mit seinem Vater Elias Hjörleifsson geschaffen hat. Sie demonstrieren exemplarisch die Öffnung des klassischen Zeichnungsbegriffs: Eliasson gab damals vom Land aus Start- und Stoppzeichen, die seinem auf einem Schiff befindlichen Vater signalisierten, eine in Tinte getauchte Kugel an vorher festgelegten Orten auf einem Papier zu positionieren. Über einen Zeitraum von zwei, fünf, zehn oder fünfzehn Sekunden zeichnete dann die Kugel, gelenkt vom Wellengang, ihren Verlauf auf dem Papier ab. Diese Öffnung geht damit von der schöpferischen Hand aus und wird um den Zufall erweitert, durch den sich – einem Seismographen gleich – die künstlerische Kreativität einen geradezu interstellaren Raum erschließt.

Die Ausstellung Olafur Eliasson. WASSERfarben stellt das Oeuvre des Künstlers über das vielfältige Spektrum seiner Zeichenkunst hinaus im Kern seiner Wesenheit vor. Es bleibt ephemer, berührt aber auf diese Weise existentielle Grundbedingungen, die unser menschliches Dasein jenseits empirischer Fakten ausmachen.

Staatliche Graphische Sammlung München


Presse



Daten zu Olafur Eliasson:


- Art Basel 2013

- Art Basel Hong Kong 2014

- Art Basel Hong Kong 2018

- Art Basel Hong Kong, 2016

- Art Basel Miami Beach 2013

- art basel miami beach, 2014

- art berlin 2017

- Berlin Biennale 1998

- Biennale of Sydney 2008

- Biennale Venedig 2017

- Blickmaschinen

- Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel

- evn sammlung

- Galeria Fortes Vilaca

- Gwangju Biennale, 2014

- Istanbul Biennial, 1997

- JULIA STOSCHEK FOUNDATION E.V., Sammlung

- KIAF 2016

- LAGE EGAL RAUM FÜR AKTUELLE KUNST

- Manifesta 1, 1996

- MoMA Collection

- Moscow Biennial 2017

- Museo Reina Sofía, Collection

- nbk Berlin

- Plus de Lumiere - Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg

- Preistraeger Goslarer Kaiserring

- Sammlung 20. 21. Jh. Kunstmuseum Basel

- Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt

- Sammlung DZ Bank, Frankfurt

- Sammlung MMK, Frankfurt

- Sammlung zeitgenoessische Kunst der BRD

- Seoul International Media Art Biennale 2008

- Sharjah Biennial 11, 2013

- Solomon R. Guggenheim Collection

- Tanya Bonakdar Gallery

- Thyssen-Bornemisza Art Contemporary,Wien

- Yokohama Triennale 2017

- Zeitblick. Ankäufe aus der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der BrD, 2008

- ZKM Sammlung, Karlsruhe
  • Portikus zieht am 5. Mai 06 in neue Räume

  • Lenbachhaus / Kunstbau München: Olafur Eliasson (8.3.-15.6.2003)

  • Kunstmuseum Basel: Looking In - Looking Out (26.04 - 29. 06.03)

  • Portikus Frankfurt: Tobias Rehberger, Olafur Eliasson und Zumtobel Staff, Louise Lawler (16.07.-10.08.03)

  • Olafur Eliasson im Kunstmuseum Wolfsburg (29.05.04 - 05.09.04)

  • 6. Internationale Foto-Triennale in Esslingen (18.7.-3.10.04)

  • ein - leuchten im Museum der Moderne Salzburg / Mönchsberg (25.07.-31.08.04)

  • Art Cologne 2004 - Abschlussbericht

  • Lichtkunst aus Kunstlicht - Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (19.11.05-1.5.06)

  • Erste Ausstellung im neuen Portikus - Marjetica Potrc und Tomas Saraceno in Frankfurt

  • Neue Rebecca Horn Installation im Zentrum für Internationale Lichtkunst

  • Francis Alÿs - Portikus, Frankfurt a.M. (2.9. - 15.10.06)

  • Museumspräsentation: Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna

  • Der Blaue Reiter im 21. Jahrhundert - Lenbachhaus, München (ab 16.9.06)

  • Traum & Trauma - Kunsthalle Wien / MUMOK (29.06.-04.10.07)

  • I can only see things when I move. - Staatliche Kunstsammlungen Dresden (29.9.07-20.1.08)

  • Über 200 Werke aus der DZ BANK Kunstsammlung für das Städel Museum, Frankfurt

  • Olafur Eliasson - Pinakothek der Moderne, München (29.05. - 20.07.08)

  • Es gab da eine Sehnsucht nach mehr Emotion, nach mehr Leidenschaft - Die Julia Stoschek Collection

  • Neuland. Per Kirkeby – Radierungen

  • Dopplereffekt. Bilder in Kunst und Wissenschaft - Kunsthalle zu Kiel

  • Kunst am Bau - Lenbachhaus München

  • Wiedereröffnung der Kunstsammlung K20 Grabbeplatz - Düsseldorf

  • Plus de Lumière - Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg

  • Special: Teresa Köster für art-in.de aus London über die Frieze Art Fair

  • Bild für Bild – Film und zeitgenössische Kunst

  • No Desaster

  • Gerwald Rockenschaub

  • Ai Weiwei - Art /Architecture

  • Julius von Bismarck gewinnt ersten Prix Ars Electronica Collide@CERN

  • Erweiterungsbau des Frankfurter Städel Museums

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  • Christoph Rütimann. hand lauf kunst haus zug

  • Olafur Eliasson erhält 2013 den Kaiserring der Stadt Goslar

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  • Olafur Eliasson und Heike Baranowsky

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  • Monolithic Water

  • Datenblätter und Kunstkompass

  • Olafur Eliasson. Werke aus der Sammlung Boros 1994 - 2015

  • VOM GROSSEN UND GANZEN

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