Longing for Trust. Über das Vertrauen
08.11.2026 - 07.03.2027 | Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Eingabedatum: 08.11.2026

Vertrauen wirkt als unsichtbare und verbindende Kraft in persönlichen Beziehungen ebenso wie in gesamtgesellschaftlichen Kontexten. Sie verortet sich dort, wo Wissen und Ungewissheit sich treffen; in privaten Beziehungen ebenso wie im Gefüge einer globalisierten Gesellschaft. Die Ausstellung Longing for Trust. Über das Vertrauen in der Kunst im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop widmet sich diesem elementaren und gleichsam fragilen Phänomen durch die Perspektive der bildenden Kunst.
Longing for Trust versammelt Werke internationaler Künstler*innen seit den späten 1950er Jahren, die Vertrauen thematisieren, einfordern oder kritisch hinterfragen. So provoziert die Ausstellung ein Nachdenken über das Vertrauen, seine Voraussetzungen, Implikationen und Erscheinungsformen, sei es im intimen Dialog zwischen Werk und Betrachter*in oder in der Auseinandersetzung mit politischen Macht- und Kontrollsystemen. Die ausgewählten Kunstwerke laden dazu ein, dem gleichsam allgegenwärtigen und doch so spezifischen Begriff auf die Spur zu kommen und Vertrauen nicht als statischen Zustand, sondern als einen dynamischen Prozess zu begreifen, dessen Notwendigkeit und Gefährdung in der zeitgenössischen Kunst immer wieder eine zentrale Rolle spielt.
Mit Werken von Abramović & Ulay, Alice Creischer, Thomas Demand, Gauri Gill, Hans Haacke, Martin Kippenberger, Koizumi Meiro, Lee Mingwei, Cristiana Cott Negoescu, Yoko Ono, Trevor Paglen, Paul Ramirez Jonas, Julia Scher, Shimabuku, Andreas Siekmann, Rajesh Vangad.
English summary:
The exhibition "Longing for Trust. Über das Vertrauen in der Kunst" at Josef Albers Museum Quadrat Bottrop explores the vital yet fragile phenomenon of trust through the lens of visual art. Bringing together works by international artists from the late 1950s to the present, the show investigates trust as a dynamic process operating between certainty and uncertainty. The featured works provoke reflection on interpersonal relationships as well as political systems of power and control. The presentation includes contributions by prominent artists such as Abramović & Ulay, Thomas Demand, Hans Haacke, Yoko Ono, and Trevor Paglen.
Longing for Trust versammelt Werke internationaler Künstler*innen seit den späten 1950er Jahren, die Vertrauen thematisieren, einfordern oder kritisch hinterfragen. So provoziert die Ausstellung ein Nachdenken über das Vertrauen, seine Voraussetzungen, Implikationen und Erscheinungsformen, sei es im intimen Dialog zwischen Werk und Betrachter*in oder in der Auseinandersetzung mit politischen Macht- und Kontrollsystemen. Die ausgewählten Kunstwerke laden dazu ein, dem gleichsam allgegenwärtigen und doch so spezifischen Begriff auf die Spur zu kommen und Vertrauen nicht als statischen Zustand, sondern als einen dynamischen Prozess zu begreifen, dessen Notwendigkeit und Gefährdung in der zeitgenössischen Kunst immer wieder eine zentrale Rolle spielt.
Mit Werken von Abramović & Ulay, Alice Creischer, Thomas Demand, Gauri Gill, Hans Haacke, Martin Kippenberger, Koizumi Meiro, Lee Mingwei, Cristiana Cott Negoescu, Yoko Ono, Trevor Paglen, Paul Ramirez Jonas, Julia Scher, Shimabuku, Andreas Siekmann, Rajesh Vangad.
English summary:
The exhibition "Longing for Trust. Über das Vertrauen in der Kunst" at Josef Albers Museum Quadrat Bottrop explores the vital yet fragile phenomenon of trust through the lens of visual art. Bringing together works by international artists from the late 1950s to the present, the show investigates trust as a dynamic process operating between certainty and uncertainty. The featured works provoke reflection on interpersonal relationships as well as political systems of power and control. The presentation includes contributions by prominent artists such as Abramović & Ulay, Thomas Demand, Hans Haacke, Yoko Ono, and Trevor Paglen.
08.11.2026 - 07.03.2027
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Anni-Albers-Platz 1, 46236 Bottrop
Presse
Kontext
Einordnung:Die Schau spannt einen Bogen von der Performance- und Konzeptkunst der Neo-Avantgarde bis zu postdigitalen Diskursen und verhandelt Vertrauen als relationale wie politische Kategorie. Während Positionen wie Abramović & Ulay oder Yoko Ono Vertrauen über radikale körperliche Vulnerabilität und partizipative Öffnung als existenziellen Pakt zwischen Werk, Selbst und Rezipierenden erfahrbar machen, bricht die Institutionskritik von Hans Haacke sowie die Überwachungskunst von Julia Scher und Trevor Paglen diesen Begriff systemisch auf. Ergänzt durch Thomas Demands skulpturale Dekonstruktion fotografischer Bildwahrheiten reflektiert die Auswahl, wie das Verhältnis von Authentizität, Glaubwürdigkeit und Kontrolle im Übergang von der Spätmoderne zur globalisierten Informationsgesellschaft erodiert. Vertrauen figuriert hier somit kunsthistorisch nicht als statisches Ideal, sondern als dynamische, krisenanfällige Schnittstelle zwischen subjektiver Erfahrung und gesellschaftlichen Machtstrukturen.






