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Ways of Freedom. Jackson Pollock bis Maria Lassnig

15.10. 2022 - 22.1. 2023 | ALBERTINA MODERN, Wien
Eingabedatum: 15.10.2022

Ways of Freedom.  Jackson Pollock bis Maria Lassnig

bilder


Mark Rothko Untitled (Blue, Yellow, Green on Red), 1954 Öl auf Leinwand, Whitney Museum of American Art, New York; gift of The American Contemporary Art Foundation, Inc., Leonard A. Lauder, President 197.5 × 166.4 cm © 2022. Digital image Whitney Museum of American Art / Licensed by Scala © Kate Rothko Prizel & Christopher Rothko/Bildrecht 2022

Das Ende des Zweiten Weltkriegs markiert auch einen Wendepunkt in der modernen Malerei: Die Herbstausstellung der ALBERTINA MODERN widmet sich dem Abstrakten Expressionismus der New York School, der nach 1945 einen fulminanten Siegeszug in Europa feierte. Als Ausdruck individueller Freiheit erhielt die spontane künstlerische Geste große Bedeutung und symbolische Aufladung.

Sieg des Individualismus

Mit dem Sieg über den Faschismus in Europa ging die Malerei völlig neue Wege, die Kunst vollführte einen Befreiungsschlag von allem, was man bis dato kannte. Abstraktion wurde zur Weltsprache: „Die europäischen Avantgardekünstler im amerikanischen Exil machten New York neben Paris zu einem Zentrum, das neue Maßstäbe setzte: mit dem Abstrakten Expressionismus in den USA und dem Informel in Westeuropa wandte sich eine junge Künstlergeneration von den Stilrichtungen der Zwischenkriegsjahre ab. Statt figurativer Darstellung oder geometrischer Abstraktion verfolgte sie einen ungestüm-expressiven, bisher ungekannten, Umgang mit Form, Farbe und Material“, so Direktorin und Kuratorin der Ausstellung Angela Stief.

KünstlerInnen wie Jackson Pollock, Lee Krasner, Franz Kline und Joan Mitchell fanden im Action-Painting eine intersubjektive Ausdrucksform. Zudem schufen großformatige, flächige Farbfeldmalereien etwa von Mark Rothko, Barnett Newman, Robert Motherwell und Clyfford Still einen meditativen Raum zur Auseinandersetzung mit den Grundfragen menschlicher Existenz.

Künstlerinnen der Abstraktion

Einen Schwerpunkt der Schau bilden die Werke von abstrakt-expressiv arbeitenden Künstlerinnen wie Elaine de Kooning, Grace Hartigan, Joan Mitchell, Helen Frankenthaler, Maria Lassnig, Judit Reigl und andere. Sie wirkten sowohl an der Ost- und Westküste der USA in der ersten und zweiten Generation des Abstrakten Expressionismus und bestimmten das Geschehen maßgeblich mit. Damit lieferten sie auch in Europa wichtige Beiträge zur Kunstgeschichte.

Wettstreit der Ideologien

Die Ausstellung veranschaulicht deutlich das kreative Wechselspiel zwischen Abstraktem Expressionismus und informeller Malerei im transatlantischen Dialog ab Mitte der 1940er-Jahr: „Entgegen der NS-Kunst und dem sozialistischen Realismus wird die US-Abstraktion unwillkürlich Teil des ideologischen Wettstreits über die Frage wer die bessere Gesellschaft repräsentiert: die völlige Freiheit mit einer Enthaltsamkeit gegenüber der Realität der Amerikaner oder die Wirklichkeitsnähe wie man sie in der Kunst der kommunistischen Länder und der Sowjetunion findet“, so Klaus Albrecht Schröder, Generaldirektor der ALBERTINA.

Abstraktion in Österreich nach 1945

Auf Augenhöhe mit internationalen Größen zeigen KünstlerInnen in Österreich großes Gespür für den Zeitgeist und setzen sich teilweise auch auf Reisen intensiv mit den internationalen künstlerischen Entwicklungen auseinander. 1951 zeigen Maria Lassnig und Arnulf Rainer nach einem Aufenthalt in Paris eine Informel-Ausstellung in Klagenfurt. 1956 bildet sich unter der Ägide von Monsignore Otto Mauer die Malergruppe der Galerie St. Stephan mit Hollegha, Mikl, Prachensky und Rainer. Aber auch die Aktionsmaler wie Günter Brus, Hermann Nitsch und Alfons Schilling attackieren um 1960 das traditionelle Tafelbild und experimentieren mit performativen Verfahren. Georges Mathieu greift in Wien den abstrakten Freiheitsbegriff auf: Seine monumentale Arbeit entstand 1959 im Rahmen einer Mal-Aktion am Fleischmarkt. Dem gegenüber steht in der Ausstellung in der Albertina Modern das zehn Meter große Werk Rot auf Weiß von Markus Prachensky aus der Serie der Peinture Liquide, das durch kalligrafische Anleihen besticht.

Eine Schau der Superlative

Präsentiert werden in der Erdgeschoßhalle der ALBERTINA MODERN auf 1.500 Quadratmetern rund 100 Arbeiten von 38 KünstlerInnen: darunter internationale Größen wie Jackson Pollock, Joan Mitchell, Mark Rothko, Mary Abbott, Perle Fine, Sam Francis, Helen Frankenthaler, Grace Hartigan, Hans Hartung, Hans Hofmann, Wolfgang Hollegha, Franz Kline, Elaine de Kooning, Lee Krasner, Maria Lassnig, Morris Luois, Georges Mathieu, Robert Motherwell, Ernst-Wilhelm Nay, Barnett Newman, Markus Prachensky, Arnulf Rainer, Ad Reinhardt, Judit Reigl, Hans Staudacher und Clyfford Still im Dialog.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Museum Barberini, Potsdam, mit großzügiger Unterstützung der ASOM Collection, der Fondation Gandur pour l’Art, Genève und der Levett Collection.

ALBERTINA MODERN
Karlsplatz 5
1010 Wien
Täglich | 10 bis 18 Uhr
www.albertina.at/albertina-modern/

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